{"id":684,"date":"2020-01-25T16:18:02","date_gmt":"2020-01-25T15:18:02","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/yogashri\/neu\/online\/?page_id=684"},"modified":"2020-02-23T22:43:06","modified_gmt":"2020-02-23T21:43:06","slug":"plus-und-minus-gutes-und-schlechtes","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/yoga-shri.de\/index.php\/satsangs-texte-gleichnisse\/plus-und-minus-gutes-und-schlechtes\/","title":{"rendered":"Plus und Minus \u2013 Gutes und Schlechtes"},"content":{"rendered":"<p>In allem, was im Weltall existiert, ist Plus und Minus vorhanden, gibt es Gutes und Schlechtes, Positives und Negatives. Wie soll der Mensch damit umgehen? Er solle das Gute und Positive annehmen und das Negative versuchen zu \u00fcberwinden. So wie ein Schwan, der f\u00e4hig ist, aus einer Mischung von Wasser und Milch nur die Milchbestandteile zu sich zu nehmen und das Wasser nicht.<img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright wp-image-1916 \" src=\"http:\/\/yoga-shri.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/lebedi-Schwaene.jpg\" alt=\"\" width=\"276\" height=\"179\" srcset=\"http:\/\/yoga-shri.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/lebedi-Schwaene.jpg 800w, http:\/\/yoga-shri.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/lebedi-Schwaene-300x195.jpg 300w, http:\/\/yoga-shri.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/lebedi-Schwaene-768x498.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 276px) 100vw, 276px\" \/><\/p>\n<p>Der Mensch als Teil des Weltalls, tr\u00e4gt ebenso Gutes wie auch Schlechtes in sich. Die Anteile von guten und schlechten Eigenschaften k\u00f6nnen unterschiedlich sein: zu gleichen Teilen gut und schlecht oder mehr positiv und weniger negativ bzw. sehr viel Gutes und nur wenig Schlechtes&#8230; Jedoch sind in jedem Menschen positive und negative Eigenschaften vereint.<\/p>\n<p>Worin besteht die Gefahr von negativen Eigenschaften? Wenn sich auch nur eine negative Eigenschaft zeigt, wie zum Beispiel Zorn, verdeckt sie all das Gute, das dem Menschen innewohnt. Und der Mensch begeht Fehler, die sein Leben erschweren.<\/p>\n<p><strong>Die f\u00fcnf inneren Feinde <\/strong><\/p>\n<p>In den Veden werden f\u00fcnf innere Hauptfeinde des Menschen genannt:<\/p>\n<div><strong>Kama<\/strong> &#8211; starke W\u00fcnsche;<\/div>\n<div><strong>Krodha<\/strong> &#8211; Zorn, Wut;<\/div>\n<div><strong>Lobha<\/strong> &#8211; Geizigkeit;<\/div>\n<div><strong>Moha<\/strong> &#8211; Anhaftung, Abh\u00e4ngigkeit;<\/div>\n<div><strong>Matsarya<\/strong> &#8211; Neid, Eifersucht.<\/div>\n<p>Wenn auch nur eine dieser Eigenschaften aufkommt, erscheinen als Folge viele andere. Sie fangen an, sich zu vermehren: sie erzeugen viele &#8222;Kinder&#8220; und &#8222;Enkelkinder&#8220;. Daher ist es so wichtig,&nbsp; an sich zu arbeiten und das Aufsteigen von Negativem im Inneren nicht zuzulassen.<\/p>\n<p><strong>Kama und Krodha<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Kama<\/em><\/strong> &#8211; <strong>sind starke W\u00fcnsche jeglicher Art<\/strong>, gute sowie schlechte. Bei keinem Menschen auf dieser Welt k\u00f6nnen wirklich alle W\u00fcnsche in Erf\u00fcllung gehen. Der eine Wunsch geht in Erf\u00fcllung, ein anderer nicht. Aber f\u00fcr gew\u00f6hnlich identifiziert sich der Mensch&nbsp; so stark mit seinen W\u00fcnschen, dass Krodha (Wut und Zorn) ihn ergreift, wenn es nicht so geht, wie er es m\u00f6chte. Die Wut setzt die Vernunft des Menschen au\u00dfer Kraft, sodass dieser nicht mehr zwischen gut von b\u00f6se unterschieden kann und in dem Moment die Kontrolle \u00fcber sich verliert. Im Zustand des Zorns kann der Mensch viele Fehler begehen.<\/p>\n<p><strong>Matsarya<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Wenn ein anderer das bekommt, was man selbst gern h\u00e4tte, dann entsteht <strong><em>Matsarya<\/em> (die Eifersucht, der Neid)<\/strong>. Manchmal wird jemand von dieser Eigenschaft so stark ergriffen, da\u00df sich sein Wesen v\u00f6llig ver\u00e4ndert. Man fragt sich dann oftmals, ob dies wirklich noch der gleiche Mensch ist.<\/p>\n<p><strong>Lobha<\/strong><\/p>\n<p>Von <strong><em>Lobha<\/em> (der Habgier)<\/strong> spricht man, wenn jemand st\u00e4ndig immer mehr und mehr haben will. So ein Mensch ist eine Gefahr f\u00fcr andere, aber in erster Linie f\u00fcr sich selbst. Die Veden besagen: &#8222;Die Wurzel aller S\u00fcnden ist Lobha&#8220;. Ein Mensch, der von Habgier ergriffen ist, kann jede Art von S\u00fcnden begehen.<\/p>\n<p><strong>Moha<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Moha <\/em><\/strong><strong>bedeutet Anhaftung<\/strong>. Es scheint der Liebe zu gleichen, aber es ist keine wahre Liebe, es ist eine Anhaftung. Wenn jemand mit Anhaftung liebt, m\u00f6chte er unbedingt etwas zur\u00fcck bekommen und wenn er das Gew\u00fcnschte nicht bekommt, dann ist er entt\u00e4uscht. Diese Eigenschaft bringt viel Negatives mit sich.<\/p>\n<p>Wenn diese Zust\u00e4nde &#8211; <strong><em>Krodha, Moha, Matsarya, Kama und Lobha<\/em><\/strong> von einem Menschen Besitz ergreifen, wird angesammelts gutes Karma sehr schnell vernichtet.<\/p>\n<p><strong>Widerderstandsf\u00e4higkeit gegen\u00fcber negativen Eigenschaften<\/strong><\/p>\n<p>Jeder Mensch hat positive und negative Energien. Bestimmend sind diejenigen, die \u00fcberwiegen. Faulheit, Zorn, Gereiztheit, Eifersucht &#8211; jeder hat etwas davon in sich. Doch <strong>wenn die positiven Eigenschaften aktiviert werden, sind die negativen passiv und kommen nicht zur Geltung.<\/strong> Wichtig ist, dass das Negative 50% nicht \u00fcbersteigt. \u00dcberwiegen die negativen Eigenschaften wird es schwer fallen, sie zu besiegen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1917  alignright\" src=\"http:\/\/yoga-shri.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Borba-tigrov-Fighting-tigers.jpg\" alt=\"\" width=\"338\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/yoga-shri.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Borba-tigrov-Fighting-tigers.jpg 800w, http:\/\/yoga-shri.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Borba-tigrov-Fighting-tigers-300x200.jpg 300w, http:\/\/yoga-shri.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Borba-tigrov-Fighting-tigers-768x511.jpg 768w, http:\/\/yoga-shri.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Borba-tigrov-Fighting-tigers-700x465.jpg 700w\" sizes=\"(max-width: 338px) 100vw, 338px\" \/><\/p>\n<p><strong>Negative Eigenschaften funktionieren wie &#8222;Antenen&#8220;.<\/strong> Wenn jemand zum Beispiel einem anderen gegen\u00fcber seinen Zorn zum Ausdruck bringt, der andere aber seinen Zorn noch nicht kontrollieren kann, dann wird auch er zornig werden.: &#8222;Ach wenn er mir so kommt, dann werde ich es ihm auch zeigen&#8230;&#8220; <strong>Kommt man mit jemandem in Kontakt, bzw. ist mit jemanden befreundet, der gleiche negative Eigenschaften besitzt wie man selbst, dann wird der Umgang mit diesem Menschen dazu beitragen, dass diese Eigenschaften wachsen.<\/strong><\/p>\n<p>Negative Eigenschaften hat jeder, ebenso wie in jedem gesunden menschlichen K\u00f6rper latente Krankheiten schlummern, die nicht in Erscheinung treten, weil sie sich im Moment nicht entwickeln. Ob sich die Krankheit jemals zeigt, h\u00e4ngt in vieler Hinsicht von dem Menschen selbst ab.<\/p>\n<p><strong>Das Negative verbreitet sich wie ein Virus:<\/strong> es \u00fcbrf\u00e4llt den einen, dann steckt sich der n\u00e4chste bei ihm an. Von diesem geht es auf den dritten und dann auf den vierten \u00fcber. <strong>Wer ein starkes Abwehrsystem besitzt, der wird nicht krank.<\/strong><\/p>\n<p>Die Immunit\u00e4t negativen Eigenschaften gegen\u00fcber ist die innere Kraft, die Zuversicht, der Glaube, Bhakti. Wenn man in seinem Inneren eine solche Kraft noch nicht besitzt, wird das Umfeld eine gro\u00dfe Rolle spielen: mit wem man Kontakt hat und in welcher Umgebung man sich befindet.<\/p>\n<p><strong>Wie kann man die negativen Eigenschaften \u00fcberwinden und Positives entwickeln?<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Eigenschaften, die der Mensch entwickelt, werden auch wachsen.<\/strong> Alles, was der Mensch Tag ein, Tag aus wiederholt, alle seine Gedanken, Worte und Taten, werden Teil seiner Pers\u00f6nlichkeit. Deshalb sollte man keine negative Eigenschaft aufsteigen lassen.<\/p>\n<p>Die positiven und negativen Eigenschaften wirken in jedem Menschen immer zusammen. Sobald man aufh\u00f6rt an sich zu arbeiten, kommen ungute Gedanken. Nur sehr selten befindet sich jemand in einem gedankenfreien Zustand. Dehalb sollte man den Verstand mit guten Gedanken besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p><strong>Man sollte seinen Tag so planen, dass kein Platz f\u00fcr negative Gedanken bleibt.<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-687 alignleft\" src=\"http:\/\/localhost\/yogashri\/neu\/online\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/buddha-3065900_1920-1024x679.jpg\" alt=\"\" width=\"345\" height=\"229\" srcset=\"http:\/\/yoga-shri.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/buddha-3065900_1920-1024x679.jpg 1024w, http:\/\/yoga-shri.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/buddha-3065900_1920-300x199.jpg 300w, http:\/\/yoga-shri.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/buddha-3065900_1920-768x510.jpg 768w, http:\/\/yoga-shri.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/buddha-3065900_1920-1536x1019.jpg 1536w, http:\/\/yoga-shri.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/buddha-3065900_1920-700x465.jpg 700w, http:\/\/yoga-shri.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/buddha-3065900_1920.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 345px) 100vw, 345px\" \/>Es ist gut, den Tag mit Meditation, der Mantra-Rezitation und dem Gebet zu beginnen &#8211; das gibt einem viel Energie.<\/p>\n<p>Abends, vor dem Schlafen sollte man sich gen\u00fcgend Zeit nehmen f\u00fcr Konzentration und tiefes Nachdenken. Der Zustand der Bhakti, die Liebe und das Nachdenken \u00fcber Gott, Seinen Namen zu wiederholen, dies verleiht einem reine, geistige Energie und besch\u00fctzt vor allem B\u00f6sen.<\/p>\n<p>Sein Umfeld kann den Menschen sehr beeinflussen, es kann ihn entweder nach oben oder nach unten ziehen. <strong>Es ist besser, seine Zeit mit Menschen zu verbringen, die im Inneren mehr Licht haben und festen Glaubens sind<\/strong>, die einem helfen werden,&nbsp; den geistigen Weg zu gehen.<\/p>\n<p><strong>Damit sich immer mehr gute, positive Energien entwickeln, ist es \u00fcberaus hilfreich, Satsang (sat &#8211; Wahrheit, sang &#8211; Freundschaft) zu h\u00f6ren.<\/strong> Beim Satsang erh\u00e4lt man geistiges Wissen, das im Leben sehr hilfreich ist, wenn man es anwendet.<\/p>\n<p>Wenn man sein ganzes Positives Potetial entwickelt, in Gedanken, Worten und Taten, kann man mit seinem positiven Karma alles Negative besiegen. Entfalten Sie zu Beginn jeder Arbeit eine positive Einstellung &#8211; dann werden sich gute Resultate zeigen.<\/p>\n<p>Bem\u00fchen Sie sich, anstatt der <strong>Anhaftung<\/strong>, <strong>die Bhakti &#8211; die reine und bedingungslose Liebe zu Gott zu entwickeln.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wenn<\/strong> man mit Lobha (Geiz) zu tun hat, sollte man <strong>lernen zu geben<\/strong>. Dann wird die Lobha weniger. Der Mensch m\u00f6chte immer von diesem Weltall etwas bekommen. Man muss aber lernen, auch zu geben. In alten Zeiten gab es im Sanatana Dharma eine Tradition: morgens, nach dem Duschen und Beten, bevor man seine Alltagsarbeit begann, gab jeder, ob reich oder arm, jemandem etwas ab. Wenigstens zwei L\u00f6ffel Reis oder einen Brotfladen hat man einem anderen abgegeben.<\/p>\n<p>Gott hat viele Kinder, mal gibt Er dem einem etwas, mal dem anderen. <strong>Machen Sie sich dessen w\u00fcrdig, was Sie bekommen m\u00f6chten, festigen Sie Ihren Glauben, vervollkommnen Sie sich innerlich. Dann wird auch Ihnen das gegeben, was f\u00fcr Sie wohlbringend ist, und was Sie gut und richtig einsetzen k\u00f6nnen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Zorn kann durch Ruhe \u00fcberwunden werden.<\/strong> Im zornigen Zustand sollte man keine wichtigen Entscheidungen treffen, man sollte besser nichts sagen. Gut ist es, einige Zeit einfach ruhig zu sitzen und zu meditieren.<\/p>\n<p><strong>Man sollte niemals \u00fcber jemanden schlecht denken.<\/strong><\/p>\n<p>Alle Menschen sind Kinder Gottes. Jeder hat seine Schw\u00e4chen. Indem man an die Fehler anderer denkt, reinigt man diesen Menschen und nimmt gleichzeitig dessen Karma auf sich. Besser ist es, an Gott zu denken und f\u00fcr den anderen Menschen zu beten, dass Gott ihm gute Gedanken gibt, denn er ist auch Sein Kind.<\/p>\n<p><strong>Das beste Gebet <\/strong><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Wenn der Mensch sich beklagt, dass er irgendetwas nicht hat, muss er verstehen, dass dies die Folgen seines eigenen negativen Karmas sind. Jeder hat zwei Arme und zwei Beine. Die einen leben gut, die anderen sagen: &#8222;Ich bete die ganze Zeit, denke an Gott, doch mein Leben ist so schwer. Wie viele Leute gibt es aber, die gar nicht beten und doch gut leben?&#8220;<\/p>\n<p>Gebet &#8211; ist nicht nur, wenn der Mensch sich direkt an Gott wendet, Worte des Gebetes spricht oder das Mantra wiederholt. <strong>Das ganze gute Karma des Menschen: alle seine gute Gedanken, Worte und Taten, die er vollbringt oder irgendwann vollbracht hat, &#8211; das ist auch ein sehr gro\u00dfes Gebet. <\/strong>Dieses wird auch Resultate bringen.<\/p>\n<p>In schwierigen Situationen sucht man \u00fcberall nach Schutz: wie und womit man sich vor Ungl\u00fcck und Problemen sch\u00fctzen kann. <strong>Der Glaube und die Liebe zu Gott werden immer besch\u00fctzen. Doch auch das gute Karma, all das Gute, was der Mensch schafft, wird ihm helfen<\/strong>, wird eine gute Aura um ihn schaffen. Dann werden negative Energien ihn weder st\u00f6ren noch ber\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/yoga-shri.de\/index.php\/satsangs-texte-gleichnisse\/\">zur\u00fcck zu &#8222;Satsangs Themen&#8220;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In allem, was im Weltall existiert, ist Plus und Minus vorhanden, gibt es Gutes und Schlechtes, Positives und Negatives. Wie soll der Mensch damit umgehen? Er solle das Gute und Positive annehmen und das Negative versuchen zu \u00fcberwinden. So wie ein Schwan, der f\u00e4hig ist, aus einer Mischung von Wasser und Milch nur die Milchbestandteile zu sich zu nehmen und das Wasser nicht. 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